Mit den Augen eines Cheerleaders

Juni 1Monatsbericht Juni

Der Juni ist normalerweise ein Monat, in dem wir vor lauter Auftritten und Heimspielen kaum zum Durchatmen kommen. Dieses Jahr war das etwas anders. Trotz Corona hatten wir tatsächlich drei Auftritte, welche wir voll und ganz genossen haben.

Gestartet hat der Monat für einige unserer Mädels damit, dass sie fleißig die Nähmaschinen zum Glühen brachten – schließlich stand „Masked Universe“ an. Das war eine Veranstaltung, bei der den Fans der Universe die Möglichkeit geboten wurde, lila Masken mit Vereinslogo zu erwerben. Bevor man Masken in Umlauf geben kann, müssen diese erst einmal hergestellt werden. Und was geht schon über eine selbst hergestellte Maske? Von daher entstand die Idee, Frankfurt Universe bei diesem Projekt zu unterstützen. Unsere Moni koordinierte das für unser Team und sie fand viele fleißige Helferlein in unseren Reihen. Los gings: Zuschneiden, Drucken, Nähen, Bügeln und das Hindurchziehen der Gummis haben viel Zeit – und das Leben der ein oder anderen Nähmaschine – gekostet. Es hat Spaß gemacht, das Projekt zu unterstützen.

Für uns war nicht nur das Nähen neu – Juni 2auch das Trainieren außerhalb von Zoom musste wieder „gelernt“ werden. So bereiteten sich die Gruppen auf die verschiedenen Auftritte vor- natürlich unter Einhaltung der Hygienevorschriften. Endlich hieß es wieder „fünf – sechs – sieben – acht“ und wir konnten die über Zoom geübten Schritte endlich zu einer Choreografie zusammenfügen.

Dann war der 06. Juni gekommen und wir voller Energie ging es „ins“ Stadion. Das Wetter wollte sich an dem Tag wohl von seiner vielseitigsten Seite zeigen: Von Platzregen über Wind bis hin zu strahlendem Sonnenschein- es war einfach alles dabei. Julia strahlte mit der Sonne um die Wette: „Der Auftritt war super! Es war schön, dass wir uns mal wieder alle sehen konnten und das Tanzen hat so Spaß gemacht. Es war ein richtiges „Heimat-Feeling“. Mir wurde so richtig bewusst, wie sehr ich die Saison vermisse.“

Als Julia den letzten Satz sagte, ertönte auch von den anderen Mädchen ein „oh ja“- es ist so traurig ohne Saison. Mehr muss man dazu wohl nicht sagen.

Zusätzlich zu diesem Auftritt haben wir auch zwei Brautpaare mit einem kleinen Auftritt/Spalier überrascht.

Melina war auch dabei und sie war verzückt: „Das Kleid und die Frisur der Braut waren wunderschön. Wir standen Spalier als das Brautpaar das Standesamt verlassen hat. Später gab es einen Sektempfang. Auch die freiwillige Feuerwehr war da, weil der Bräutigam dort Mitglied ist. Es war ein sehr schöner Tag und wir sind froh, dass ein Teil davon sein konnten.“

Juni 3Am Tag darauf folgte gleich die nächste Hochzeit – diesmal in einer ganz außergewöhnlichen Location: Eine Gaststätte direkt in einer Apfelplantage. „Ich habe das noch nie erlebt, dass man an so einem Ort seine Hochzeit feiern kann,“ erzählt Emilia, die bei diesem Auftritt dabei war. Erst tanzten wir eine Show, bei der die Gäste begeistert zusahen, mitklatschten und filmten. Danach haben wir unseren Fotografen Wolf zu einem kleinen Fotoshooting zwischen den Bäumen überreden können.

Für uns war der Juni fast wie ein kleines Aufwachen nach dem Winterschlaf. Die ersten Auftritte, das erste Mal wieder am Stadion sein – das war etwas ganz Besonderes. Hoffen wir, dass wir bald wieder mehr Auftritte haben werden und wir freuen uns auf unsere gemeinsame Zeit, die langsam wieder beginnt. Wir vermissen die lila Familie sehr.

Eure

Jule & Lexi