Mit den Augen eines Cheerleaders

AprilMonatsbericht April

Auch dieser Monat war für uns ohne den persönlichen Kontakt eine Herausforderung. Mit Online-Trainings sorgen wir dafür, dass wir in unseren Vorbereitungen keine Zeit verlieren und probieren dabei immer neue Formate aus.

Auch ohne ein festes Datum auf das wir hinarbeiten, steht für uns fest: sobald wir können, geht es für uns auf das Spielfeld oder zu Auftritten. Und dafür brauchen wir natürlich unser Training und jede Menge Choreografien. Also heißt es für uns im Moment „rein in die Sportsachen und ran an den Bildschirm“.

Ganz unkompliziert verläuft das aber nicht immer, und heute erzählen uns einige unserer Mädels, was diese Zeit momentan für sie ganz persönlich bedeutet.

Lexi: Sag mal, Tine, wie ist das denn für dich als Captain? Was ist im Moment anders als sonst?

Tine: Für uns Captains ist es eine große Herausforderung. Wir müssen uns intern viel mehr und öfter abstimmen, da unser Plan für die Vorbereitung und die Saison gesprengt wurde und wir uns dazu nicht sehen können. Keine Auftritte, kein reguläres Training, vorerst keine Saison. Da kam die Frage: „Was nun“?

Kurzerhand wurden mehrere Apps und Programme für das virtuelle Training getestet und mittelweile funktioniert es richtig gut. Natürlich ruckelt es ab und zu und die Musik hängt mal – doch das nehmen wir in Kauf und lassen uns davon nicht abschrecken.

Zusätzlich ist Tine für unsere Internetpräsenz verantwortlich:

Wir überlegen uns jede Woche neue Aufgaben, die die Mädels für unsere Social-Media-Kanäle erledigen könnten. Alle ziehen mit und tragen ihren Teil dazu bei, dass wir unsere Follower mit tollem Material versorgen können. Schaut also gerne auf Instagram, Facebook und Tiktok vorbei!

Möchtest du uns sonst noch etwas sagen, Tine?

Auch in dieser schweren Zeit halten wir zusammen. Und was immer wieder mein Herz erfüllt: Dass die Mädels im Training lächeln. Sie begrüßen einen mit positiver Energie und das bestätigt uns darin, dass wir alles richtig machen. Ich bin unglaublich stolz auf das Team, meine Captainskolleginnen, unsere Bee und auch darauf, dass wir das alle so gut managen und wir uns gegenseitig Halt geben.

Wir sind genau so froh, dass das so gut funktioniert und dass unser Teamgeist unter dieser Situation nicht leidet!

Als nächstes haben wir einem weiteren Captain – unserer Bianca – einige Fragen zu den Hintergrundabläufen gestellt.

Kannst du uns einen Einblick hinter die Kulissen geben?

Bianca: Es gibt für uns als Captains und mit Bee als Trainerin sehr viel zu tun. Per WhatsApp, Mails, Zoomkonferenzen und Telefonaten tauschen wir uns noch öfter und länger aus, um das Training und organisatorische Dinge zu planen. Da sind wir jetzt auch schon viel weiter als sonst zu diesem Zeitpunkt in der Saison, weil man unterm Strich doch mehr Zeit hat als in den letzten Jahren. Ich glaube so gut waren wir noch nie für eine Saison vorbereitet!

Und für dich als Choreographin? Hat sich da auch etwas geändert?

Oje, das ist schwierig! Wir senden den Mädels immer Videos von neuen Tänzen und diese muss man jetzt viel kleinschrittiger aufnehmen als vorher. Man muss jeden Schritt einzeln erklären und sich am besten schon beim Aufnehmen Gedanken darüber machen, welche Fragen vielleicht aufkommen.

Das Beibringen und das Lernen sind sehr viel aufwändiger, als wenn man zusammen in einer Halle steht. Über Zoom klappt das dann doch ganz gut. Aber spätestens , wenn es Fehler zu entdecken und zu verbessern gilt, wird es dann schon wieder kompliziert. Aber zum Glück sind alle motiviert dabei- das macht es einfacher und wir haben sogar Spaß dabei.

Das hört sich nach vielen Veränderungen an. Ist irgendetwas gleichgeblieben?

Uni habe ich immer noch. Zwar online, aber die Vorlesungen muss ich mir trotzdem anschauen. Und ich backe viel, ich häkle viel und versuche kreativ zu sein.

Das hört sich doch nach genug Zeitvertreib an. Danke Bianca!

Nun möchten wir aber auch zwei von unseren Mädels noch die Zeit geben, euch einen Einblick in ihre Situationen zu geben!

Also, erzählt mal! Was treibt ihr so, wenn gerade kein Training ist?

Anja: Im Moment baue ich mein drittes Hochbeet und bin ganz viel im Garten beschäftigt. Brombeeren und Himbeeren vom Unkraut befreien oder ein paar Gemüsesorten großziehen, gehört da auch dazu. Deshalb ist mir auch nie langweilig.

Alisha: Ich mache dieses Jahr Abitur, und bin deshalb die meiste Zeit am Lernen. Mir fehlen jetzt nur noch die mündlichen Prüfungen. Außerdem nutze ich die Zeit, um Hindi zu lernen – ich bin nämlich zur Hälfte Inderin. Ansonsten genieße ich die Zeit mit meiner Familie, versuche mehr Sport zu machen, lerne gerade Gitarre zu spielen und lese zum ersten Mal seit langer Zeit ein Buch.

Wie ihr seht, wird uns trotz der Kontakteinschränkungen nicht langweilig. Wir nutzen die Zeit so gut wie möglich und probieren uns immer wieder neu aus.

Lila Grüße und bleibt alle gesund!

Eure Jule & Lexi